Sich auf ein Fahrrad zu schwingen, in die Pedale zu treten und einfach loszufahren, ist ein Gefühl großer Freiheit, denn durch das Rad wird der eigene Radius maximal erweitert. Egal ob man zum Supermarkt möchte, zum Badesee oder einfach losfährt, um die Umgebung zu erkunden, das Fahrrad bringt uns überall hin. Für Menschen mit Behinderung gibt es aufgrund ihrer Einschränkungen diese Möglichkeit oftmals jedoch nicht. Dem wollte die Aktion Mensch mit der Förderung „Mobil mit Rad“ entgegen wirken und die Mobilität von Menschen mit Behinderung erweitern. Mit bis zu 20.000 Euro wurden Einrichtungen unterstützt, die sich dazu entschieden, ein Lastenrad, eine Rikscha oder ein Tandem anzuschaffen. Für die Einrichtungen selber fielen keine Kosten an. Sieben Einrichtungen der KBF machten sich dies zu Nutzen und beantragten das Fördergeld für sich. Und nach sieben Monaten Bau- und Antragszeit, ist es jetzt endlich soweit. Pünktlich mit dem Einsetzen des Frühlings, werden die Fahrräder, die von der Radkutsche in Nehren exklusiv für die KBF gebaut wurden, an die Einrichtungen ausgeliefert.
Kathrin Strobel von der Kita Blumenwiese in Hechingen, Andreas Marx, Koordinator der Wohnhäuser Hechingen und Balingen sowie Wolfgang Leins, Koordinator des Wohnhäuser in Mössingen, durften die Räder für ihre jeweiligen Einrichtungen schon einmal testen und waren begeistert. Die Mitarbeiter der Radkutsche, die das Projekt der Aktion Mensch für die KBF umsetzen haben an jedes Detail gedacht. Angefangen vom KBF-Blau der Fahrradrahmen bis hin zu 5-Punkt-Gurten, die unter anderem für Rollstuhlfahrer wichtig sind, und speziellen Einstiegen, die es den Menschen der KBF ermöglichen, bequem ins Rad zu kommen. Die Räder sind ein Meisterwerk in Bezug auf ihre Tauglichkeit für die Bedürfnisse der Menschen der KBF. Dies erstaunt nicht, denn mit der Begeisterung die Vertriebsleiter Rick Creemers von der Radkutsche mit dem Geschäftsführer Stefan Rickmeyer für das Projekt mitbringt, kann nur etwas Großartiges entstanden sein. Dazu muss man wissen, dass Creemers Frau bei der KBF arbeitet, er also einen echten Einblick in das Leben der Menschen hat, für die er nun aktiv geworden ist.
Wolfgang Leins, Koordinator der Wohnhäuser in Mössingen, freut sich bereits auf den Einsatz der Räder, die sowohl für Radtouren mit den Bewohnern in die Umgebung genutzt werden sollen als auch für Einkaufstouren in die Mössingen Innenstadt. So müsse man keinen Parkplatz mehr suchen und könne ganz einfach jemanden zum Einkaufen mehr mitnehmen, sagt Leins. „Das entlastet auch die Mitarbeiter“, fügt sein Kollege Andreas Marx hinzu. Kathrin Strobel freut sich auf die Fahrten mit den Kindern ins Grüne. Auch Kinder, die nicht oder nur erschwert laufen, könnten nun Ausflüge unternehmen. „Das gibt so viel Freiheit“, sagt Rick Creemers. Und wenn man auf die Blauen Räder mit ihren weißen Dächern blickt, kann man sich richtig vorstellen, wie die Menschen künftig in den Sommertag hinein fahren. Und es kommt fast ein wenig Urlaubsfeeling auf. Die Aktion Mensch hat mit diesem Projekt und ihrer Unterstützung den Menschen der KBF tatsächlich ein wenig Freiheit geschenkt.
Foto: Die blauen Rikschas mit ihren weißen Dächern lassen sofort Urlaubsfeeling aufkommen. Die Radkutsche in Nehren, die die Räder für die KBF gefertigt hat, hat bei der Umsetzung des Projektes an jedes Detail gedacht, so dass Menschen mit Behinderung künftig tolle Ausflüge unternehmen können. Auf dem Bild sind zu sehen Kathrin Strobel von der Kita Blumenwiese in Hechingen, Andreas Marx, Koordinator der Wohnhäuser Hechingen und Balingen sowie Wolfgang Leins, Koordinator des Wohnhäuser in Mössingen mit Vertriebsleiter Rick Creemers von der Radkutsche und Geschäftsführer Stefan Rickmeyer